Plastik ist noch schlimmer als gedacht

Eine Studie zeigt, dass Kunststoffe nicht nur der Umwelt schaden, sondern auch dem Klima.

Dass Plastik ein enormes Umweltproblem darstellt, ist längst bekannt: Unzählige Tonnen Kunststoffabfall landen jährlich in Meeren und der Natur und selbst auf Deponien werden die Plastikberge immer größer. Forscher der University of Hawaii haben nun untersucht, was passiert, wenn Plastik in der Umwelt verwittert.

Kunststoff + UV-Licht = Methan

200 Tage lang haben die Wissenschaftler verschiedene Kunststoffproben mit UV-Licht bestrahlt, um zu sehen, wie sich Plastik unter Sonneneinstrahlung verhält. Das Ergebnis: Bestimmte Kunststoffsorten, beispielsweise Polycarbonat, Acryl oder Polyethylen, geben unter UV-Strahlung klimaschädliche Gase ab, darunter das besonders aggressive Methan.

Je länger, desto mehr Treibhausgase

Mit zunehmender Dauer der Sonneneinstrahlung vervielfacht sich auch die Menge des Treibhausgases, die freigesetzt wird. Die meisten Klimagase produziert Polyethylen – der Kunststoff, der weltweit am häufigsten hergestellt wird und am meisten in der Umwelt landet. Die Forscher haben zudem herausgefunden, dass der Zerfall nicht mehr aufhört, sobald er begonnen hat. Das bedeutet, dass auch im Dunkeln noch klimaschädliche Gase abgegeben werden. Damit belegt die Studie, dass Plastik nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch das Klima schädigt.